Adoption

Verschiedene Formen der Adoption

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie eine Adoption von statten gehen kann. Diese verschiedenen Adoptionsformen unterscheiden sich hauptsächlich in dem Aspekt, wie der Kontakt mit den leiblichen Eltern gehandhabt wird. Denn die Frage nach dem "ob" oder "wie" der Weiterführung des Kontaktes wird schon von vorneherein festgelegt.

Inkognito-Adoption

Unter Inkognito-Adoption versteht man eine Adoption, bei denen sich die leiblichen und die Adoptiveltern nicht kennen. Die Adoptivfamilie wird durch das Adoptionsgeheimnis vor Nachstellungen der leiblichen Eltern geschützt. Es geschieht häufig, dass die Inkognito-Adoption eine besondere psychische Belastung für beide Parteien darstellt und sie sich nach einer gegenseitigen Aussöhnung sehnen. Trotzdem ist diese Form der Adoption die häufigste Form und noch in vielen Jugendämtern die Regel.

Halboffene Adoption

Die halboffene Adoption ist eine Form der Adoption, bei der sich die leiblichen Eltern und die Adoptiveltern kennen gelernt haben. Meist treffen sich beide Parteien in der Adoptionsvermittlungsstelle und halten auch nur über diese Kontakt zueinander. Die leiblichen Eltern erfahren allerdings nichts über die Adoptiveltern, kennen also nicht deren Namen oder genauen Wohnort. Das Ziel dieses Kennenlernens ist, dass einerseits die Abgabe des Kindes für die leiblichen Eltern erleichtert wird, andererseits sollen die Adoptiveltern ein Bild von den Eltern bekommen, das sie dann auch so an das Kind weiter geben können. Beide Parteien können Briefe und Fotos sowie Informationen über die Vermittlungsstelle austauschen.

Offene Adoption

Unter der offenen Adoption versteht man eine Adoption, bei der sich die leiblichen und die Adoptiveltern persönlich kennen. Sie halten Kontakt und besuchen einander. Die Kinder sind meist befreit von jedem Druck und können oftmals leichter mit der Tatsache leben, adoptiert zu sein. Allerdings befürchten viele Adoptiveltern, obwohl es gesetzlich nicht möglich ist, dass die leiblichen Eltern Ihr Kind zurückfordern könnten. Die offene Adoption ist in der Praxis noch relativ selten, da viele biologische Mütter Angst vor dem Kennenlernen haben und sich ihrer Verhältnisse schämen.

Stiefkind-Adoption

Oftmals wollen die neuen Partner von Müttern oder Vätern deren Kind adoptieren. Bei dieser Form der Adoption besteht ein vereinfachtes Verfahren. Wenn das leibliche Elternteil der Adoption bei einem Notar über das Vormundschaftsgericht zugestimmt hat, ist eine Adoption möglich. Ist das Kind älter als vierzehn Jahre muss es selbst mit der Adoption einverstanden sein und die Einwilligung ebenfalls beim Notar unterschreiben. Hat der Adoptionsbewerber erwachsene Kinder, müssen diese auf Grund von eventuell auftretenden Erbschaftsproblemen der Adoption zustimmen.

zurück zum Thema "Recht und Rat"

Startseite babyclub.de

Die neuesten Kommentare zu diesem Thema:

Es sind noch keine Kommentare vorhanden. Verfassen Sie jetzt einen Kommentar!