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Hormonbehandlung Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch: 15 Wege zum Kind
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Mittlerweile sind verschiedene Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch bekannt, ja, sogar euer Lifestyle kann eine große Rolle dabei spielen. Je nach Grund gibt es verschiedene Therapie-Ansätze und Maßnahmen und andere Möglichkeiten (ohne eigene Schwangerschaft) ein Kind zu bekommen. Wir haben die bekanntesten Wege zum Baby für euch zusammengefasst.

Hormontherapie bei Kinderwunsch

Hormonelle Störungen sind ein häufiger Grund, wenn es mit der natürlichen Empfängnis nicht klappen will. Dazu zählen z.B. auch Schilddrüsenfehlfunktionen, Endometriose oder das PCO-Syndrom. Nach gründlichen Untersuchungen kann eine individuelle Hormontherapie bei der Gynäkologin bzw. beim Gynäkologen oder in einer Praxis für Endokrinologie wirksam Abhilfe schaffen.

Künstliche Befruchtung

Bei der künstlichen Befruchtung wird der Weg des Samens zur Eizelle medizinisch unterstützt (assistierte Reproduktion), teils gehört auch eine hormonelle Stimulation mit zur Behandlung, um den Körper der Frau optimal vorzubereiten. Bei der Intrauterinen Insemination (IUI) werden die Samenzellen direkt nach dem Eisprung mit einem Katheter in die Gebärmutter eingebracht. Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) ist schon etwas komplizierter – hierbei wird der Frau operativ eine Eizelle entnommen und im Reagenzglas mit Spermien des Mannes zusammengebracht. Ist die Befruchtung geglückt, wird die nun befruchtete Eizelle in die Gebärmutter überführt. Die Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) geht noch einen Schritt weiter: die Spermien werden direkt in die Eizelle injiziert, im Anschluss ist der Ablauf wie bei der IVF.

Kinderwunschtherapien im Ausland

Es gibt verschiedene gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen in Deutschland wie z.B. das Alter des Paares, die hohen Kosten, dass sie verheiratet sein müssen um eine Kostenbeteiligung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu erhalten oder die Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Behandlungsdurchläufen, die überhaupt bezuschusst werden. Zudem sind einige Kinderwunschtherapien in Deutschland verboten. All das führt dazu, dass manche Paare mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch ins Ausland ausweichen. Zur Checkliste Kinderwunsch im Ausland erfüllen.

Naturheilkundliche Ansätze

In der Naturheilkunde gibt es zahlreiche Therapieansätze und Maßnahmen, die einen grundsätzlich zur Fortpflanzung fähigen Körper wieder so in Balance bringen können, dass er schwanger werden kann. Z.B. durch die Behandlung von (teils stillen) Entzündungen im Körper, Ausgleich von Mikronährstoffmängeln, Stärkung des Immunsystems, Entspannungsmethoden, durch Homöopathie, Entgiftung und natürlich eine passende Ernährung. Viele Frauen nutzen auch Fruchtbarkeits-Yoga oder gönnen sich Fruchtbarkeits-Massagen, aber auch eine Ozon-Therapie kann den weiblichen Stoffwechsel positiv stimulieren. Sucht euch hierzu am besten eine erfahrene Ärztin oder Heilpraktikerin bzw. Arzt oder Heilpraktiker. Mehr Infos findet ihr im Experten-Interview Schwanger dank natürlicher Kinderwunschtherapie

Wirksame Heilpflanzen

Auch der Einsatz von Heilpflanzen in therapeutischer (also höherer) Dosierung hat sich oft – mit ein bisschen Geduld – bewährt. Beispiele: Der Frauenmantel wird gerne in der zweiten Zyklushälfte bei hormonellem Ungleichgewicht eingesetzt und kann einen regelmäßigen Zyklus unterstützen, auch Mönchspfeffer kann einen unregelmäßigen Zyklus stabilisieren. Viele Frauen schwören auch auf den Kindlein-komm-Tee, dessen Mix aus bewährten Heilpflanzen den gesamten weiblichen Zyklus harmonisieren soll.

Verbesserung der Spermienqualität

Schon ein simpler Vitamin B 12-Mangel und zu viel Stress können dazu führen, dass die Spermien nicht mehr in der Lage sind, ein Ei zu befruchten. Männer können also z.B. schon durch den Ausgleich von Mikronährstoffmängeln und der Änderung ihres Lebensstils ihre Spermaqualität positiv beeinflussen. Es gibt aber noch viel mehr, was Mann tun kann: 16 Tipps für eine bessere Spermienqualität

Lebensstil & Gesundheit optimieren

Rauchen, zu viel Alkohol, kaum Bewegung, zu viel Gewicht, Schlafmangel oder Gifte und Schadstoffe aus der Umwelt – all das kann eure Fruchtbarkeit erheblich beeinträchtigen, daher haben wir hier für euch 10 Tipps für einen optimalen Kinderwunsch-Lifestyle zusammengestellt.

Trauma-, Psycho- und/oder Paartherapie

Auch starker als unangenehm empfundener Stress und Traumata (wie z.B. der Tod eines nahen Angehörigen, ein Unfall usw.) können die Empfängnis erschweren, in dem sie sich z.B. negativ auf den Zyklus auswirken oder unterbewusst relevante Prozesse im Körper stören oder gar blockieren. Auch mehr oder weniger offensichtliche Probleme im der Beziehung können störend wirken. Es kann also durchaus Sinn machen, all das zu identifizieren und zu bearbeiten, z.B. mit psychotherapeutischen Psychologen, entsprechend ausgebildeten Heilpraktikern oder einer Paartherapie. Zur Psychotherapeutensuche, zur Heilpraktikersuche, zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Caritas.

Samenspende

Für manche – z.B. lesbische – Paare oder auch alleinstehende Frauen kommt auch eine Samenspende (heterologe Insemination) in Frage. Spendersamen gibt’s bei Samenbanken – manche lehnen jedoch lesbische oder alleinstehende Frauen als Empfängerinnen ab. So suchen sich viele Betroffene Hilfe im Ausland. Übertragen wird der Spendersamen per Insemination oder IVF, oft wird vorher eine Hormonstimulation durchgeführt. Weitere hilfreiche Infos hat die Seite Familienplanung.de zusammengestellt.

Embryonenspende

Ähnlich wie bei der Eizellspende werden einer Frau eine oder mehrere befruchtete Eizellen, die von einer anderen Frau gespendet wurden, in die Gebärmutter eingesetzt. Diese Eizellen wurden mit Spendersamen befruchtet. Oder die Spende kommt von einem Paar, welches die Kinderwunschbehandlung abgeschlossen aber noch Embryonen „übrig“ hat. So können z.B. Paare ein Kind bekommen, wenn beide unfruchtbar sind. Diese Methode ist in Deutschland nicht verboten, aber rechtlich auch nicht ganz klar. Mehr Infos gibt es z.B. beim Netzwerk Embryonenspende.

Eizellspende

Bei einer Eizellspende werden einer Frau eine oder mehrere befruchtete Eizellen, die von einer anderen Frau gespendet wurden, in die Gebärmutter eingesetzt. Diese Eizellen wurden mit dem Sperma des Wunschvaters befruchtet. Sie wird gerne von Frauen genutzt, in deren Eierstöcken sich keine befruchtungsfähigen Eibläschen mehr bilden, sei es, weil sie zu alt sind oder verfrüht in die Menopause gekommen sind oder eine Krebsbehandlung durchgemacht haben. In Deutschland ist diese Methode verboten.

Leihmutterschaft

Eine Frau kann ihr Kind auch von einer anderen Frau austragen lassen. Hierzu wird eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Leihmutter übertragen: entweder eine mit dem Samen des Wunschvaters befruchtete Eizelle der Frau, eine mit Spendersamen befruchtete Eizelle der Frau oder eine gespendete und mit dem Sperma des Wunschvaters befruchtete Eizelle oder eine gespendete und mit dem Spendersamen befruchtete Eizelle bzw. ein gespendeter Embryo. Diese Methode ist in Deutschland verboten.

Co Parenting

Kinder ja, Liebe nein? Bei der geteilten Elternschaft gründen Menschen eine Familie, die nicht in einer romantischen oder sexuellen Paarbeziehung (miteinander) sind. Dabei können die Familienkonstellationen sehr unterschiedlich sein. Wenn euch das Thema interessiert, haben wir hier einen sehr informativen für euch: planningmahtilda

Adoption im In- und Ausland

Bei einer Adoption gründen die Eltern ein rechtliches, nicht auf biologischer Abstammung beruhendes, Eltern-Kind-Verhältnis. Die Adoptionseltern werden somit formal und rechtlich und sozial die „richtigen“ Eltern des Kindes, die leiblichen sind es nicht mehr. Wie das funktioniert und welche Voraussetzungen Paare mitbringen müssen, erfahrt ihr in unseren Beiträgen Infos über Adoptionen in Deutschland, verschiedene Formen der Adoption und die Auslandsadoption.

Pflegeeltern werden

Eltern, die ein Kind zur Pflege aufnehmen, haben im Gegensatz zu Adoptiveltern nicht das Sorgerecht für das Kind – sie haben einen Vertrag mit dem Jugendamt abgeschlossen und kümmern sich liebe voll auf Zeit um das Kind, weil dessen leibliche Eltern dies aus verschieden Gründen nicht können. Dafür gibt es finanzielle Unterstützung und fachliche Hilfe und Begleitung. Weitere Informationen gibt es z.B. auf Pflegeeltern.de.

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Hallo, manchmal ist das Abstillen ein entgegengesetztes Wollen, damit meine ich, dass Sie gerne Abstillen möchten, aber Ihr Kind auf jeden Fall gerne weiter Br... Weiterlesen ...

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