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Zu wenig Muttermilch

Was tun bei zu wenig Milch?

Viele Mütter haben Angst, dass ihre Milchmenge nicht ausreicht. Das ist jedoch nur bei etwa zwei Prozent der Frauen tatsächlich der Fall. Zum Beispiel ist es kein Anzeichen für zu wenig Mich, wenn die Brust nicht mehr so groß ist wie im Wochenbett oder man die Milch nicht von Hand ausstreichen kann.

Woran sehe ich, ob die Milch ausreicht?

  • läuft die Verdauung rund? sechs bis acht nasse Stoffwindeln (fünf oder mehr nasse Einmalwindeln) und zwei oder mehr Stuhlgänge pro Tag zeigen, dass das Baby gut versorgt ist. Nach den ersten sechs Wochen sind auch seltenere Stuhlgänge normal
  • auf das Gewicht achten: Das Kind in regelmäßigen Abständen wiegen und prüfen, ob es normal wächst und gedeiht
  • falls das Kind nicht zunimmt oder sogar an Gewicht verliert sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden
  • im Zweifel bei der Hebamme oder einer Stillberaterin nachfragen – eventuell auch nochmal die richtigen Stillpositionen zeigen lassen

Mögliche Gründe für zu wenig Milch

  • in den allermeisten Fällen: falsche „Stilltechnik“
  • Zigaretten- oder Alkoholkonsum
  • zu viel Stress, starke Ängste
  • Fehlernährung der Mutter
  • Krankheiten oder Verletzungen
  • hormonelle Störungen, z. B. eine Schilddrüsenunterfunktion
  • einige Medikamente wie östrogenhaltige Verhütungsmittel
  • zu wenig Milchdrüsengewebe oder andere körperliche Ursachen (eher selten)
  • Operationen an der Brust, bei denen Milchdrüsengewebe verletzt oder entfernt oder Milchkanäle durchtrennt wurden
  • Saugschwierigkeiten des Kindes

Die Milchmenge natürlich steigern

Viele Frauen setzen sich sehr unter Druck, wenn sie meinen, nicht genug Milch zu produzieren. Bitte seid etwas geduldiger mit euch: Das fein abgestimmte Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind ist natürlich auch störungsanfällig. Somit ist es wenig hilfreich sich zu verurteilen – das verursacht nur noch mehr Stress. Unser erster Rat für mehr Milch lautet daher: Auf genug Ruhe und Entspannung achten und liebevoll mit euch selber umgehen!

Weitere Tipps:

1. die richtigen Stillpositionen verwenden

2. die Muskeln beim Stillen bewusst entspannen

3. häufiger stillen: Das Baby so oft (und dann so lange) anlegen wie es möchte, auch wenn die letzte Stillmahlzeit erst eine Stunde oder weniger her ist. Neugeborene wollen durchschnittlich alle zwei bis drei Stunden trinken

4. Ein zu früh eingesetzter Schnuller kann zu einer Saugverwirrung führen, das Baby saugt dann mehr am Schnuller als an der Brust

5. überprüfen: saugt das Baby wirkungsvoll und richtig?

6. Brustmassagen und Wärmeanwendungen unmittelbar vor und während des Stillens fördern den Milchspendereflex

7. sanfte Brustmassagen vor dem Stillen lockern das Gewebe und erleichtern das Fließen der Milch

8. bei einer Stillmahlzeit mehrmals die Brust und Stillposition wechseln. Damit aber stets so lange warten, bis das Baby von selber loslässt. Zwischendurch ruhig auch mal kurz herumtragen oder wickeln, und dann wieder die Brust anbieten. Der vermehrte Saugreiz regt die Milchbildung weiter an

9. dem Baby viel Körperkontakt und Nähe geben (z.B. durch herumtragen im Tragetuch)

10. viel Trinken, darunter zwei bis drei Becher Stilltee pro Tag

11. voll stillen: Muttermilchersatz führt dazu, dass beim Baby die Nachfrage sinkt und sich die Milchproduktion entsprechend anpasst

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