Zahnpflege bei Babys

Ab wann und wie Babys Zähne putzen?

Gesunde erste Beißerchen legen den Grundstein für das spätere bleibende Gebiss. Sie sind der Platzhalter für gesund nachwachsende zweite Zähne. Die Kariesanfälligkeit der Milchzähne ist besonders hoch, da sie unter anderem eine geringere Mineralisation und eine dünnere Schmelzschicht als die bleibenden Zähne besitzen.

Viele sehen das Milchgebiss fälschlicherweise nur als „Übergangslösung“. Ist der Zahnschmelz aber erst einmal angegriffen, ist Zahnersatz als Folge praktisch vorprogrammiert. Denn bis heute gibt es kein Material, das dem Zahnschmelz ebenbürtig ist.
Übrigens: Fast zwei Drittel aller kieferorthopädischen Fehlstellungen sind eine Folge von Lücken zwischen den Milchzähnen.

Daher sollten Eltern von Anfang an auf eine gründliche Zahnpflege bei ihren Kindern achten. Schon wenn sich das erste Zähnchen zeigt, können Eltern anfangen, Beläge zu entfernen. Für den Anfang reicht es aus, die Zähne mit einem feuchten Wattestäbchen zu reinigen.

Passende Zahnbürste und Zahncreme

Mit einem Jahr brauchen die Kleinen schon eine eigene Zahnbürste. Selbst halten können die Babys diese aber noch nicht. Erst mit drei Jahren etwa beherrschen Kinder das Putzen motorisch, was jedoch mehr ein Stochern als ein Säubern ist. Am besten putzen Mama und Papa hinterher noch mal nach. Für die ersten Putzversuche ist eine spezielle Lern-Zahnbürste ideal.

Es empfiehlt sich, eine spezielle Kinder-Zahnpasta zu verwenden, zum Beispiel das Kinder-Zahngel von Weleda speziell für Milchzähne. Erwachsenenzahncremes sind für Kinder erst ab dem Schulalter empfehlenswert.

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Wichtig: Jedes halbe Jahr zum Zahnarzt!

Er kann Zahnstein und Zahnbeläge noch gründlicher entfernen sowie Zahnbildungsstörungen frühzeitig erkennen. Auch die Fluor- und Magnesium-Gabe wird von ihm - individuell auf das Kind zugeschnitten - ermittelt. Diese beiden Stoffe sind maßgebend an der Zahnbildung beteiligt. In der Regel ist die Fluor-Aufnahme über die Nahrung jedoch ausreichend, so dass eine zusätzliche Gabe nicht notwendig ist. Ganz im Gegenteil, zuviel Fluor schadet sogar! Außerdem verlieren die Kleinen schnell die Angst vorm Zahnarzt, wenn die ersten Besuche schmerzfrei ablaufen.

Mit 1,5 Jahren empfiehlt sich eine Mini-Zahnbürste mit weichen Borsten zu benutzen. Das Borstenfeld sollte jedoch nicht größer als 1,2 mal 1,2 cm sein.
Ab dem dritten Lebensjahr sollte eine kindgerechte Bürste ausgewählt werden. Das heißt, sie muss einen schmalen, abgerundeten Kopf und weiche Borsten haben. Damit die Kleinen sie besser halten können, ist ein breiter Griff von Vorteil.
Elektrische Zahnbürsten eignen sich nicht für Kleinkinder, da sie damit kein Gefühl für ihre Zähne und die richtige Putztechnik bekommen.

Tipp:

Nie sofort nach dem Genuss von stark sauren Speisen und Getränken wie Rhabarber, Orangen oder Äpfeln die Zähne putzen. Man würde so die Lebensmittelsäuren in den Zahnschmelz regelrecht einmassieren. Daher lieber eine halbe Stunde warten.

Übersicht: Babypflege

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