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Nabelpflege bei Neugeborenen

Nabelpflege Nach der Geburt wird die Nabelschnur mit einer Klemme abgetrennt. Zurück bleibt ein kleiner Stummel, der mitsamt der Klemme einige Tage später abfällt. Eltern können mit der richtigen Nabelpflege die Heilung und das Abfallen des Nabelschnurrestes fördern. Und wie funktioniert das? Wir haben nachgefragt bei Birgit Laue, einer Hebamme mit langjähriger Erfahrung.

babyclub.de: Wie wird der Nabel von Neugeborenen richtig gepflegt?

Eine allgemein gültige Empfehlung für die Nabelpflege gibt es nicht. In vielen Kliniken wird der Nabelstumpf mit Alkohol, einer speziellen Tinktur oder sogar einem antibiotischen Puder gepflegt, andere behandeln ihn gar nicht. In der Hebammenpraxis hat sich Wecesin-Puder von Weleda bewährt. Er enthält Auszüge aus Arnika, Ringelblume, Sonnenhut und anderen heilenden Substanzen, die den Nabelschnurrest austrocknen. Der Puder wird bei jedem Wickeln frisch aufgetragen. Einmal am Tag werden alle Puderreste mit einer sterilen Kompresse, am besten in verdünnter Calendula-Essenz getränkt, komplett entfernt. Erfahrungsgemäß fällt der Nabelschnurrest so am schnellsten ab, das haben auch Studien bewiesen.

babyclub.de: Worauf sollte man beim Wickeln achten?

Mit einer luftdurchlässigen Nabelkompresse bleibt der Nabel trocken und die Windel kann nicht daran scheuern. Wichtig ist, dass die Windel nicht über den Bauchnabel reicht. Das feuchte Milieu der Windel würde den Abtrocknungsprozess verzögern. Außerdem könnten Urin oder Kot die kleine Wunde infizieren. Und falls die Windel noch etwas groß ist: Einfach den Windelrand nach innen umschlagen.

babyclub.de: Soll man den Nabel auch eincremen?

Cremes, Salben und Öle sind nicht gut für den Nabel, weil sie das Gewebe aufweichen. Auf keinen Fall versuchen Krusten aus dem Nabel zu lösen, dabei könnte das Baby verletzt werden. Manchmal nässt die kleine Nabelwunde noch einige Tage, nachdem der Nabelschnurrest abgefallen ist. Das ist kein Grund zur Sorge. Wecesin-Puder hilft auch hier, dass sich die Wunde schneller schließt und austrocknet. Wenn der Nabel allerdings ständig nässt, gerötet oder eitrig entzündet ist, sollten unbedingt die Hebamme oder der Kinderarzt einen Blick darauf werfen.

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