Expertentalk
Alles für Babys ruhigen Schlaf
Wie Sie die Schlafumgebung für Ihr Baby so gestalten, dass Ihr Kleines sich wohlfühlt und gesund schlummert, erzählt Verena Kuhnert von Hess Natur im Expertentalk.






Wie sieht die „Grundausstattung“ für das Baby-Bett aus?

Grundvoraussetzung für den gesunden Schlaf eines Babys ist vor allem Wärme, denn Säuglinge können ihre Körpertemperatur noch nicht von allein stabil halten. Weiterhin benötigt Ihr Kind das Gefühl von Geborgenheit und, ähnlich wie im Mutterleib, eine schützende Begrenzung. Auf Ihrer Checkliste fürs Babybettchen sollten daher folgende Dinge nicht fehlen:

Bettumrandung

Sie schützt nicht nur wirksam vor Zugluft, sondern auch vor schmerzhaften Begegnungen mit den Gitterstäben.

Betthimmel und Himmelstange

Das zusätzliche Anbringen eines Betthimmels schließt kalte Luft ebenfalls aus und sorgt darüber hinaus für behagliche Atmosphäre. Legt man eine blaue und eine rosafarbene Stoffbahn übereinander, schimmert der Himmel in einem Purpurton wie im Mutterleib.

Schlafsack

Ein Schlafsack verhindert, dass Ihr Kind sich nachts frei strampelt und auskühlt, zudem gibt die begrenzende Umhüllung ihm ein sicheres Gefühl. Achten Sie hier neben der Stoff-Qualität auch auf die Funktionalität – einige Modelle lassen sich tagsüber zusätzlich in eine Krabbeldecke verwandeln.

Für Mittagschlaf oder das "mobile" Babybettchen (Stubenwagen, Kinderwagen):
Leichte Einziehdecke aus Baumwolle oder Wolle - entweder in einer Größe von 80x80 oder 100x135 cm. Federbetten eignen sich hier übrigens weniger – unter ihnen staut sich leicht Hitze an. Sie sind zudem schlecht waschbar, oft zu schwer und können Allergien auslösen.

Matratze und Matratzenauflage
Eine Matratze sollte atmungsaktiv und pflegeleicht sein - ein abnehmbarer und waschbarer Bezug wäre ideal. Vor allem aber muss man auf einen stabilen Kern achten, der zugleich fest und federnd ist, damit er für die Wirbelsäure die richtige Lagerung gewährleistet. Die Matratzenauflage sollte saugstark sein, jedoch nicht aus Synthetikmaterial bestehen (Plastik, Gummi).

Spieluhr

Nur langsam gewöhnen sich Säuglinge an einen regelmäßigen Wach - und Schlafrhythmus. Zum harmonischen Ausklang eines aufregenden Tages trägt eine schönes Wiegenlied bei. Da Ihr Baby Ihre Stimme über alles liebt, sollten Sie die Melodie begleiten und ihm etwas vorsingen.

Spielzeug bzw. Kuscheltier

In den ersten Monaten nach der Geburt beginnt das Neugeborene die Welt besonders intensiv zu erkunden. Werden anfangs Farben und Kontraste bestaunt und Geräusche wahrgenommen, so kommt nach zwei bis drei Monaten das Bedürfnis hinzu, Dinge anzufassen und festzuhalten. Ideal ist daher anfangs Spielzeug einfach nur zum Anschauen, das über dem Bettchen hängt, wie zum Beispiel ein Mobile. Im zweiten Monat freut sich Ihr Kind dann über einen kuscheligen Schmusefreund. Spielgefährten aus reinen Naturfasern sind weniger staubanfällig als ihre Artgenossen aus Kunstfasern und in der Regeln gut waschbar – somit also auch durchaus empfehlenswert für Kinder mit Hausstauballergie. Zudem kann das Baby nach Lust und Laune daran knabbern und nuckeln, denn Kuscheltier mit „Bio-Fell“ enthalten garantiert keine Chemikalien bzw. Schadstoffe.

Außerdem:

2 Spannbetttücher, 2 Bettwäschegarnituren, 2 Babydecken.

Braucht ein Baby ein Kopfkissen?

Nein, jedenfalls nicht zum Schlafen. Und auch später sollte man nur ganz flache Kissen verwenden. Da Babys aber nach dem Trinken in der Regel spucken, sollte man immer in stabiles Kissen zur Hand haben, mit dem man den Säugling in der Seitenlage stabilisieren kann. Eine Kissenrolle, zum Beispiel mit beweglicher Dinkelspelzfüllung, eignet sich hier besonders gut.

Wie warm soll ein Baby nachts angezogen sein?

Naturtextilien eignen sich hier besonders gut, denn ihr hohes Wärmerückhaltevermögen und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit von innen nach außen zu transportieren, sorgen für angenehme Wärme ohne Schwitzen. Was die Art der Nachtwäsche betrifft, so gibt es kein Universal-„Rezept“. Während sich manche Babys in kuscheliger Wolle am wohlsten fühlen, reicht anderen ein Babyschlafanzug aus Baumwolle. Wichtig ist hier die Körpersprache: Liegt ihr Kind entspannt, ruhig und ausgestreckt, ist es warm genug. Eine zusammengerollte Position und ein unruhiger Schlaf deuten hingegen darauf hin, dass ihm kalt ist. Ein nasses Köpfchen oder kalte Hände sind darüber hinaus eindeutige Indizien dafür, dass ein Säugling zu viel bzw. zu wenig an hat. Die Zimmertemperatur sollte nachts idealer weise zwischen 18 und 20 Grad liegen.

Was sollte man bei der Wahl der Schlafumgebung beachten?

Das Babybettchen sollte in einem nicht zu hellen Raum stehen. Der Abstand vom Fenster sollte so groß sein, dass ein ungehindertes Lüften möglich ist, ohne dass Ihr Kind der kalten Luft direkt ausgesetzt ist. Ein gewisses Maß an Ruhe sollte natürlich ebenfalls gewährleistet sein, um dem kleinen Fratz eine erholsame Auszeiten von den unendlichen vielen Eindrücken zu gönnen, die tagsüber auf ihn einstürmen. Achten Sie zudem darauf, dass sich keine hohen Gegenstände (Regale, Schränke) in der unmittelbaren Nähe des Bettes befinden. Wenn die kleinen Erdenbürger nach einiger Zeit anfangen, auf Entdeckungsreise zu gehen, besteht sonst die Gefahr, dass sie daran hochklettern. Und wechseln Sie gelegentlich die Schlafrichtung, denn Kinder richten sich immer nach dem Licht aus. Dadurch kann es zu einseitigen Liegepositionen kommen.

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