Postnatale Depression | Postpartale Depression
Postpartale Depression oder Heultage?
Den Babyblues kennt jede zweite Frau. Bei jeder sechsten Mutter entwickeln sich die „Heultage“ zur ernsthaften Krankheit – der "postpartalen bzw. postnatalen Depression". Sie kann jede Frau treffen, unabhängig von Alter und Anzahl der Schwangerschaften. Auch Frauen, die noch nie etwas mit psychischen Erkrankungen zu tun hatten, können darunter leiden. Postnatale Depression - Symptome
Die postpartale Depression wird häufig viel zu spät erkannt. Dies liegt auch daran, dass die Betroffenen oft versuchen, die Erkrankung zu verstecken und nach außen die Fassade der glücklichen Mutter bewahren wollen. Außerdem entwickeln sich die Symptome meist schleichend, so dass für Angehörige und Außenstehende keine plötzliche Veränderung zu erkennen ist.
Jedoch kann es Anzeichen geben, die in jedem Fall ernst genommen werden sollten. Die Symptome sind in der Regel von Frau zu Frau unterschiedlich. In den meisten Fällen leiden die Betroffenen unter Angst- und Zwangsstörungen, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, innerer Leere und Pessimismus. Viele Frauen haben Schwierigkeiten damit, eine Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen und verlieren das Interesse am Alltag und an Dingen, die ihnen früher Freude bereitet haben.
Diese Ausprägungen können, müssen aber nicht zwangsläufig Anzeichen für eine Depression sein. Eine genaue Diagnose kann nur ein Psychiater erstellen.
Charakteristisch für eine postpartale Depression sind Schuldgefühle. Die Mütter glauben, dass sie ihr Kind nicht richtig versorgen können, alles falsch machen und das Baby bei anderen Menschen viel besser aufgehoben wäre. In seltenen Fällen führt dies dazu, dass sich die Mütter überlegen, wie sie ihr Kind am besten wieder loswerden können – sie sind sich jedoch sehr wohl bewusst, dass sie diese Fantasien niemals Wirklichkeit lassen werden dürfen. Das Baby bedeutet depressiven Müttern sehr viel, deshalb leiden sie auch ganz schrecklich unter diesen Vorstellungen.
Häufig führen diese Schuldgefühle auch zu Selbstmordgedanken. Dahinter steckt der absurde Gedanke, dass es dem Baby und dem Partner wieder viel besser gehen würde, wenn die traurige, unfähige Mutter einfach weg wäre.
Postnatale Depression - Ursachen
Man kann keinen zentralen Auslöser für postpartale Depressionen festmachen. Vielmehr sind es viele unterschiedliche Faktoren, die als Ursache für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich sind. Und bei jeder Frau fügen sich diese Einzelteile zu einem großen Bild zusammen – mit unterschiedlicher Gewichtung. Grundsätzlich wird in der Forschung zwischen pychosozialen Faktoren (z.B. traumatische Geburt, finanzielle Probleme, mangelnde Unterstützung, etc.) körperlichen (hormonelle Umstellung) und genetischen Faktoren (familiäre Veranlagung zur Depression) unterschieden.
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