
Bei etwa zwei Prozent aller „Speikinder“ ist das Spucken krankhaft und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Wenn das Baby spukt und folgende Symptome erkennbar sind, sollte unbedingt ein Arzttermin verienbart werden:
- Das Kind nimmt nicht genügend an Gewicht zu
- Es weint viel, wirkt unruhig und erschöpft
- Die Milch kommt nach jeder Mahlzeit schwallartig wieder heraus
- Das Erbrechen wird von Durchfällen begleitet
- Das Baby hat Fieber
Schwallartiges Erbrechen der Milch nach jeder Mahlzeit kann ein Hinweis auf einen Magenpförtnerkrampf sein. Das heißt, dass der Magenausgangsmuskel verdickt ist und die Nahrung nicht vom Magen in den Darm fließen kann. Bei Verdacht auf den Magenpförtnerkrampf sollte unbedingt ein Kinderarzt aufgesucht werden. Bekommt das Kind nach dem Spucken Schreinanfälle, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass das Spucken dem Kind Schmerzen bereitet, zum Beispiel wenn die Speiseröhre durch den sauren Mageninhalt gereizt wird. Auch wenn es sich nicht nur um gespuckte Milch, sondern um Erbrochenes handelt, sollte schleunigst ein Arzt aufgesucht werden. Kleine Kinder können sehr schnell austrocknen, wenn ihr Flüssigkeitshaushalt aus den Fugen gerät. Deshalb ist es wichtig, dass der Arzt entsprechende Maßnahmen veranlasst.