ELTERNZEIT & ERZIEHUNGSZEIT
Bleiben Sie beruflich am Ball
Viele Mütter und Väter sorgen sich, nach einer dreijährigen Erziehungspause den Anschluss an das Berufsleben zu verlieren.Eine familienverträgliche Möglichkeit ist z.B. die Telearbeit. Ein Elternteil arbeitet von zuhause aus und ist über Internet, Fax und Telefon mit dem Arbeitgeber verbunden. Vorteil: Man kann sich die Zeit flexibler einteilen, weil man nicht an feste Arbeitszeiten gebunden ist, die Anfahrtswege zum Arbeitsplatz entfallen, damit ist Zeit und Geld gespart. Telearbeit eignet sich allerdings nur für Berufe, die keine Kundenpräsenz erfordern. Sehr gut eignen sich z. B. Berufe im journalistischen, grafischen oder künstlerischen Bereich, Bereiche in der IT-Branche, dem Internet und den neuen Medien sowie Text- und Datenerfassungsaufgaben und Aufgaben, die auf selbstständigem Arbeiten beruhen. Doch bedenken Sie: Telearbeit erfordert viel mehr Disziplin und geordnete Verhältnisse, da keine wirkliche Trennung von Wohn- und Arbeitsplatz vorliegt. Auch bei Telearbeit muss die Frage der Kinderbetreuung geregelt sein.
Die Möglichkeit eines Fernstudiums ist ebenfalls nicht uninteressant. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter – suchen Sie sich seriöse Studiengänge heraus mit staatlich anerkannten Abschlüssen. Erkundigen Sie sich über das Arbeitsamt, dem Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung oder fragen Sie bei einzelnen Universitäten nach.
Bevor Sie wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren, sollten Sie sich genau über eventuelle Neuerungen informieren und Ihren Arbeitgeber gegebenenfalls um eine Schulung bitten.
Wichtig: Informieren Sie sich in der Elternzeit auch weiterhin über das allgemeine politische und wirtschaftliche Geschehen, lesen Sie Fachzeitschriften und besuchen Sie als Gasthörer einmal eine Vorlesung an der Uni. Warum nicht auch einen Fremdsprachenkurs an der Volkshochschule belegen oder ein neues Computerprogramm erlernen? Und vergessen Sie nicht: In Ihrer Elternzeit gewinnen Sie neue Qualifikationen, die für Arbeitgeber nicht uninteressant sind. Gerade in puncto Organisation leisten Mütter und Väter ganze Arbeit.
