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Kindersprechstunde - Dr. med. Michaela Glöckler

Keuchhusten Symptome

Keuchhusten Symptome
Keuchhusten bringt schwere Hustenattacken mit sich. Woran erkennt man Keuchhusten? Wie lange ist die Inkubationszeit? Wie findet die Übertragung statt? Welche Medikamente und welche Therapien gibt es?
Keuchhusten vorbeugen

Bedenklich ist der Keuchhusten bei Kindern in den ersten drei Lebensmonaten, weil sie es schwer haben, den Hustenanfall richtig "zustande zu bringen", und nicht selten eine Hirnkomplikation auftritt.

Erwachsene, die einen Husten oder einen Infekt ausbrüten, sollten das Zimmer des Babys deshalb meiden. Sind die Eltern selbst betroffen, ist ein Mundschutz hilfreich.

Bei Keuchhusten im Kindergarten oder in der Nachbarschaft sollten Mütter mit Säuglingen, deren Geschwister noch keinen Keuchhusten hatten, gewarnt werden. Der Haus- oder Kinderarzt kann dann die nötigen Schritte einleiten. Bei frisch angesteckten Säuglingen kann er die Ansteckung durch die Verabreichung eines spezifisch wirksamen Antibiotikums abfangen.

Aus Sicht der anthroposophischen Medizin und der Autoren des Ratgebers "Kindersprechstunde", kann die eigentlich zu schützende Gruppe (Frühchen und Säuglinge bis zum Alter von 6 Monate) durch eine Keuchhusten-Impfung noch nicht erreicht werden, da der Impfschutz erst nach der dritten Impfung ausreichend eingetreten sei.

Eine Impfung bei bestimmten Lungen- und Herzkrankheiten könne sinnvoll sein, ebenso in engen Wohnverhältnissen mit vielen Kindern.

Keuchhusten Symptome

Die Inkubationszeit liegt zwischen 7 und 14 Tagen. Mit dem Keuchhusten kommen Schnupfen, Fieber (erhöhte Temperatur über 1 bis 2 Wochen hinweg) und starke Hustenanfälle.

Die Anfälle bahnen sich meistens nachts in ein- bis halbstündlichen Abständen an und werden durch zähen Schleim ausgelöst, der sich langsam in den Bronchien ansammelt. Dieser wird durch kräftige und harte Hustenstöße abgelöst und ausgehustet.

Je jünger die Kleinen sind, umso höher ist die Empfänglichkeit für Keuchhusten. Nach der Erkrankung besteht eine höhere Immunität – allerdings ist eine Zweiterkrankungen nicht auszuschließen.

Homöopathie oder chemische Medizin?

Wird das Kind nicht mit Antibiotika behandelt, soll man das Kleine während der bis zu sechs Wochen anhaltenden Ansteckungsphase von nicht geschützten Erwachsenen und Kindern fern halten.

Chemische Beruhigungs- und hustenstillende Mittel lässt den Husten seltener und kraftloser werden. Der Schleim kann aber leichter in der Lunge bleiben und es kann zu einer Lungenentzündung und Sauerstoffmangel führen.

Homöopathische oder anthroposophische Behandlungen erscheinen demgegenüber rationeller und ungefährlicher.

Die Gabe von Antibiotika ist bei geschwächten Kindern während einer zusätzlichen Lungenentzündung oder zur Verhütung der Ansteckung eines Säuglings sinnvoll. Auf den Verlauf der Keuchhustenkrankheit selbst hat es nur bei frühem Einsatz Einfluss.

Linderung der nächtlichen Anfälle verschafft unter Umständen ein gut warmes Bad abends mit anschließend kurzem feuchtkühlen Hals- oder Brustwickel (nicht über die Wirbelsäule!).

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