Partner-Tipp

Entspannt und effektiv abpumpen

Tipps von Tatjana Bender, Still- und Laktationsberaterin IBCLC, Kinderkrankenschwester und Forschungskoordinatorin bei Medela

Nach den ersten Wochen oder Monaten mit dem Baby, wenn Sie sich als Familie eingelebt haben, erhalten Freizeitaktivitäten und – je nach dem – die Rückkehr in den Beruf wieder einen wichtigen Stellenwert. Ihr Körper hat sich von der Geburt weitgehend erholt. Auch das Gefühl von vollen Brüsten verschwindet allmählich. Ihre Brüste produzieren aber weiterhin genügend Milch, um Ihr Baby optimal zu ernähren.

Wertvollen Freiraum kann nun das gelegentliche Abpumpen von Muttermilch schaffen. So kann Ihr Partner oder ein Babysitter in Ihrer Abwesenheit das Baby mit der abgepumpten Muttermilch füttern. Für jede Mutter ist es wichtig, wieder Zeit für sich zu beanspruchen und für ihr eigenes Wohlbefinden zu sorgen.

Entspannt Abpumpen
Abpumpen von Muttermilch dauert nicht lange, ist einfach, macht Sie flexibel und geht praktisch überall: Zu Hause, unterwegs oder am Arbeitspatz. Am Besten können Sie Ihre Milch mit einer guten Milchpumpe in ruhiger und entspannter Atmosphäre abpumpen. Die Abpumpdauer beträgt beim einseitigen Abpumpen ca. 20-30 Minuten, beim beidseitigen abpumpen reduziert sich die Abpumpzeit um die Hälfte.


Der beste Zeitpunkt
Zirka eine Stunde nach einer Stillmahlzeit ist der beste Zeitpunkt zum Abpumpen. Danach verbleiben Ihrem Körper noch gut zwei Stunden, um wieder die erforderliche Milchmenge bis zum nächsten Stillen zu bilden. So können Sie langsam ein kleines Milchdepot in Ihrem Gefrierschrank aufbauen.

Sind Sie länger abwesend, werden die Stillmahlzeiten jeweils durch das Abpumpen ersetzt. Und Ihr Baby wird in Ihrer Abwesenheit mit Muttermilch aus dem Fläschchen optimal ernährt. Die abgepumpte Milch kann eingefroren werden und steht dann wieder während Ihrer nächsten Abwesenheit zu Verfügung.


Die richtige Menge für eine Mahlzeit
Die Menge, die ein Baby während einer Stillmahlzeit trinkt, variiert natürlich je nach Hungergefühl des Babys. Eine Faustregel besagt, dass das Baby rund ein Sechstel seines Körpergewichts verteilt auf 24 Stunden zu sich nimmt. Dies kann ein kleiner Anhaltspunkt für Sie sein. Jedoch sollten Sie jederzeit auf einen unvorhergesehenen großen Appetit Ihres Babys reagieren können: Halten Sie daher immer eine kleinere Portion Muttermilch im Gefrierschrank bereit!

Die richtige Milchpumpe

Eine gute Milchpumpe ist angenehm, basiert auf neuesten Forschungserkenntnissen und ist einfach in der Bedienung. Milchpumen gibt es für jeden Lebensstil und jedes Budget. Grundsätzlich unterscheidet man elektrische und manuelle Milchpumpen. Mütter, die regelmäßig länger von Ihrem Baby getrennt sind, genießen die Vorteile einer elektrischen Milchpumpe: Das Abpumpen ist komfortabler und bei Benutzung einer Doppelpumpe halbiert sich die Abpumpzeit. Für gelegentliches Abpumpen ist eine manuelle Pumpe völlig ausreichend.
In unserer Checkliste erfahren Sie, welche Milchpumpe für Sie die richtige ist.

2-Phasen Milchpumpen

Alle Babys beginnen ihre Stillmahlzeiten mit schnellen und kurzen Zügen, um den Milchfluss anzuregen. Erst wenn die Milch fließt, trinken sie langsamer und ihre Züge werden tiefer. Dieser 2-Phasen Trinkrhythmus eines Babys wurde naturgetreu in den neuen 2-Phasen Milchpumpen umgesetzt. Durch ein Pumpprogramm mit einer Stimulations- und Abpumphase unterscheiden Sie sich deutlich von herkömmlichen Milchpumpen. Dadurch wird das Abpumpen besonders sanft, angenehm und effizient. Lesen Sie hier mehr über die Medela Milchpumpen mit dem 2-Phasen-System.


Aufbewahrung der Muttermilch


  • Keine Lagerung bei Raumtemperatur
  • Im Kühlschrank: 3 bis 5 Tage bei ca. 4°C (im Inneren des Kühlschrankes; NICHT in der Kühlschranktüre)
  • Im ***-Tiefkühlfach: bis zu 3 Monate bei ca. -16°C
  • Im Gefrierschrank: bis zu 12 Monate bei ca. -18°C

Verabreichen der Muttermilch

Hier braucht es Geduld, denn viele Babys verstehen nicht, warum sie jetzt auf einmal aus etwas anderem trinken sollten, als aus der Brust der Mutter. Überlassen Sie deshalb den ersten Fütterungsversuch mit der Flasche dem Partner oder einer anderen Person Ihres Vertrauens. Das Kind wird den Wechsel zu dieser anderen Trinkmöglichkeit eher verstehen, wenn es nicht in den Armen seiner Mutter direkt an der Brust liegt. Klappt es beim ersten Mal nicht, versuchen Sie es ein paar Tage später wieder. Das Trinken aus der Flasche ist eine Fertigkeit, die Ihr Baby erst erlernen muss.

Alternativen zur Flaschenfütterung bietet der SoftCup™ Spezial-Trinkbecher oder der Einweg-Trinkbecher von Medela. Erhältlich sind diese Produkte in jeder Apotheke und erfordern in jedem Fall Beratung von einer Fachperson.

Shopping-Tipp: Stillzubehör von Medela finden Sie im Medela-Shop bei Hans Natur.