Alternative Schmerzmittel bei der Geburt

Schmerzlinderung mit Akupunktur und Homöopathie

Schmerzfreie Geburt
Um Schwangeren die Geburt zu erleichtern und die Schmerzen zu lindern, werden alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Homöopathie oder Medikamente aus der Anthroposophischen Medizin vor und während der Entbindung angeboten. Die Wirkung tritt oft innerhalb weniger Minuten ein und die Frau kann sich erholen und Kräfte sammeln.

Was ist Akupunktur?

Die Akupunktur ist eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dabei wird an bestimmten Punkten am Körper, den sogenannten Entspannungspunkten, eine Nadel in ca. 0,5 cm Tiefe gesetzt. Jeder Entspannungspunkt ist einem Organ zugeordnet. Das entsprechende Organ kann durch diese Behandlungsweise zur Selbstheilung angeregt werden. Das Setzen der Nadeln verursacht keine Schmerzen, da diese lediglich 0,3 mm dick sind. Die Nadeln verbleiben etwa 20 Minuten und werden abwechselnd gedreht, bis sich bei der Patientin ein Gefühl von Wärme, Druck oder auch Kribbeln ausbreitet. Diese Rotationsbewegungen haben dann eine entspannende Wirkung und lindern das Schmerzempfinden.

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie verfolgt den Grundsatz, Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. Das bedeutet, dass eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, einen kranken Menschen mit ähnlichen Symptomen heilen kann. Zum Beispiel verursacht eine Zwiebel beim Schneiden häufig tränende Augen und eine laufende Nase. Dementsprechend kann eine Urtinktur aus der Zwiebel bei wässrigem Fließschnupfen mit tränenden Augen eingesetzt werden. Dazu wird die Urtinktur potenziert, also solange mit der Trägersubstanz (Alkohol und Wasser bzw. Milchzucker) verschüttelt, bis der gewünschte Verdünnungsgrad erreicht wurde.

Homöopathische Mittel können entweder als Globuli (Kügelchen), Tropfen, Tabletten und Injektionspräparate eingenommen oder äußerlich als Salbe und Tinkturen angewendet werden.

Ziel dieser Behandlung ist es, dass der Organismus wieder ins Gleichgewicht kommt. Die Homöopathie kann die Schwangere bei der Geburt unterstützen und ihr wieder neue Kraft schenken.

Vorteile von Akupunktur und Homöopathie

Beide Methoden sind gut verträglich und schaden weder Mutter noch Kind. Der Akupunktur wird nachgesagt, dass sie die Geburt verkürzen könne. Das betrifft speziell die Eröffnungsphase, in der das Setzen der Nadeln zu einer gezielteren Wehentätigkeit führen kann. Die Eröffnungsphase ist die erste Phase der Geburt, bei der sich der Muttermund langsam öffnet. Auf die finale Geburtsphase hat sie dagegen keine Auswirkung.

Beide Methoden haben einen beruhigenden Effekt und eignen sich gut, solange die Wehen noch nicht regelmäßig kommen und die Frau dadurch zusätzlich anstrengen.

Nachteile von Akupunktur und Homöopathie

Hat eine Frau Angst vor Nadeln, traut sie sich eventuell nicht an die Akupunktur heran. Zudem ist eine Eingewöhnungsphase nötig, da bei den ersten Sitzungen beispielsweise Probleme mit dem Kreislauf auftreten können. Deshalb sollte diese Therapie bereits in der Schwangerschaft angewendet und nicht erst während der Geburt damit begonnen werden.

Bei einer homöopathischen Behandlung treten in der Regel keine Nebenwirkungen auf.

Ein weiterer Nachteil ist, dass beide Methoden zwar zu einer Linderung führen, ein komplettes Abklingen der Schmerzen jedoch nicht bieten. Somit bleibt stets ein Restschmerz übrig, dem sich die schwangere Frau während der Entbindung stellen muss. Akupunktur und Homöopathie eignen sich deshalb eher in einer frühen Phase der Geburt oder ergänzend zu anderen Behandlungen.

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