Versicherungen & Finanzen

Unfallversicherung für Ihr Kind

Alle vier Sekunden passiert in Deutschland ein Unfall. Besonders häufig sind davon auch Kinder betroffen. Unfälle können nicht immer verhindert werden, aber Sie können vorsorgen, um die finanziellen Folgen möglichst niedrig zu halten.
Gesetzlich ist Ihr Kind gegen Unfall versichert, jedoch nur begrenzt. Prinzipiell sind alle Kindergartenkinder, Schüler und Studenten gegen finanzielle Folgen eines Unfalls abgesichert, wenn dieser an folgenden Orten geschieht:
- im Kindergarten, in der Schule oder an der Universität
- bei Veranstaltungen in diesen Institutionen
- auf dem direkten Hin- und Heimweg

Rund 70 Prozent aller Unfälle ereignen sich jedoch in der Freizeit, wenn Ihr Kind z.B. auf dem Spielplatz hinfällt oder sich im eigenen Zuhause verletzt. Auch Kleinkinder, die noch nicht in Kindergarten, Schule oder Hort gehen, sind nicht mit in die gesetzliche Unfallversicherung eingeschlossen. Die meisten Unfälle passieren also dann, wenn die gesetzliche Unfallversicherung nicht mehr greift. Deshalb empfiehlt es sich, Kinder auch privat gegen Unfall zu versichern. Hat ein schwerwiegender Unfall außerdem Invalidität oder eine Behinderung zur Folge, müssen eventuell bauliche Veränderungen des Wohnbereichs durchgeführt werden, wie z.B. Rollstuhlrampen oder ein Treppenlift. In so einem Fall muss vielleicht auch ein Elternteil den Beruf aufgeben und sich um das Kind kümmern. Eine private Unfallversicherung kann auch hier finanzielle Unterstützung leisten.
Das Prinzip der Unfallversicherung: Die Eltern zahlen einen bestimmten monatlichen Beitrag in die Unfallversicherung ein. Ist die vereinbarte Laufzeit zu Ende und dem Kind ist nichts passiert, bekommen die Eltern einen Teil der einbezahlten Beiträge zurück. Bei einem Unfall, der dauerhafte Gesundheitsschäden mit sich bringt, wird der vereinbarte Kapitalertrag ausgezahlt. Die Kosten für eine private Unfallversicherung belaufen sich auf ca. 40 € pro Jahr bei einer Versicherungssumme von 100.000 €

Die Unfallrente im Behindertenfall

Eine so genannte Unfallrente ist im Normalfall erst ab einem Behindertengrad von mindestens 50% möglich. Dabei geben Ihnen die meisten privaten Versicherungsanbieter nach der Feststellung des Behindertengrads eine Wahl: Sie können einen einmaligen Betrag oder eine fortlaufende Zahlung ausgezahlt bekommen. Bei der Einmalzahlung verfügen Sie frei über das Geld, wogegen der Versicherer bei der fortlaufenden Zahlung bis zu fünf Jahre lang das Recht hat, den Behindertengrad immer wieder neu zu überprüfen.


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