Fachautoren
Schnupfen
"Kinder natürlich heilen" von Birgit Laue
Ein Baby hat noch keine stabile Wärmeregulation. Vor allem über der Kopf, der im ersten Lebensjahr ein Fünftel der gesamten Körperoberfläche ausmacht, wird viel Wärme abgegeben. Sie können leicht Erkältungen vorbeugen, wenn Sie Ihrem Kind ein Seiden- oder Wollmützchen anziehen, auch in der Wohnung, und es so vor Wärmeverlusten schützen.
Für Babys und Säuglinge bis zum ersten Lebensjahr ist ein Schnupfen besonders schlimm: Während des Trinkens bekommen sie durch die verstopfte Nase keine Luft. Auch der Schlaf der Kleinen ist dann fast immer gestört.
Als beste Medizin wirken hier die Abwehstoffe aus der Muttermilch: Sie streichen vor jeder Stillmahlzeit etwas Milch aus Ihrer Brust auf einen Teelöffel aus und träufeln Ihrem Baby einige Tropfen in jedes Nasenloch. Dann ist die verstopfte Nase bald wieder frei.
Wenn Sie bereits abgestillt haben, können Sie auch zum Abschwellen der Nasenschleimhäute physiologische Kochsalzlösung verwenden. Um Babys Nase anschließend von den aufgeweichten Borken und Schleim zu befreien, besorgen Sie sich einen speziellen Schleimabsauger für Säuglinge aus der Apotheke oder einer gut sortierten Drogerie. Mit einem Zwiebelsöckchen, das Sie über der Wiege aufhängen, können Sie das Abschwellen noch unterstützen.
Stellen Sie Ihr Kind warm eingemummelt im Kinderwagen an die frische Luft oder machen Sie einen ausgedehnten Spaziergang. Das mögen die Schnupfenviren nicht.
Wie bei allen Erkrankungen, die mit einer vermehrten Schleimbildung einhergehen, sollte Ihr Kind auch jetzt viel trinken.
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