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HELLP-Syndrom

Ernstfall HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom ist eine schwere Schwangerschaftserkrankung, die selten auftritt. Da die damit einhergehenden Veränderungen im Blut für Mutter und Kind lebensbedrohlich sind, muss das HELLP-Syndrom jedoch umgehend behandelt werden. Überstanden ist das Syndrom erst mit der Geburt.

HELLP-Syndrom: Schwangerschaft in Gefahr

Das Wort HELLP-Syndrom setzt sich zusammen aus Haemolysis, Elevated Liver enzymes und Low Platelet count. Das bedeutet, dass eine Auflösung von roten Blutkörperchen, erhöhte Leberwerte und eine geringe Menge von Thrombozyten (Blutblättchen) vorliegen. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung gegen Ende der Schwangerschaft auf und verschwindet wieder nach der Geburt. In selteneren Fällen kommt der Schub erst im Wochenbett.

Für etwa 3-5 % der am HELLP-Syndrom Erkrankten endet dieses tödlich. Grund dafür sind innere Blutungen, Nierenversagen oder Gerinnungsstörungen des Blutes. Noch mehr als die Mutter bedroht das Syndrom das ungeborene Kind, da es zu einer Mangelversorgung oder Frühgeburt kommen kann. In einem Zehntel der Fälle führt dies zum Tod des Babys.

HELLP-Syndrom: Ursachen

Die Ursache der Abweichungen im Blut ist noch nicht vollends geklärt. Jedoch wird untersucht, ob das Syndrom durch eine Schädigung von Blutgefäßen in der Plazenta hervorgerufen wird.
Außerdem steht die Bildung extrazellulärer Vesikel mit der Erkrankung in Verbindung. Durch diese Zellveränderung entsteht möglicherweise die Entzündung in der Plazenta, die Nierenschädigung und der hohe Blutdruck.

HELLP-Syndrom: Symptome

Das Hauptsymptom des HELLP-Syndroms sind Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Diese werden durch eine Schwellung der Leber ausgelöst und treten bei den allermeisten Betroffenen auf. Wenn ihr sie bei euch bemerkt, solltet ihr umgehend einen Arzt aufsuchen. Wie bei einer Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) ist meist auch ein hoher Blutdruck messbar. Das HELLP-Syndrom kann als eine schwere Ausprägung derselben betrachtet werden, aber auch ohne vorherige Präeklampsie-Symptome urplötzlich auftreten.

Weitere Symptome können Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Sehstörungen sein. Auch Kopfschmerzen, Hautjucken, Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen kommen vor. Bei diesen Symptomen kann es sich natürlich auch um „normale“ Schwangerschaftsbeschwerden handeln. Sie allein bedeuten also nicht, dass bei euch ein HELLP-Syndrom vorliegt.

Da die Symptome oft wenig spezifisch sind, ist die Diagnose des Syndroms für Mediziner schwierig. Sicherheit gibt nur ein Bluttest, durch den die fraglichen Werte gemessen werden. Dieser Test wird möglichst schnell durchgeführt, da im Ernstfall rasch behandelt werden muss.

HELLP-Syndrom: Therapie

Erkrankte Schwangere bekommen blutdrucksenkende Mittel und möglicherweise weitere Medikamente verabreicht. Außerdem müssen sie dauerhaft in einem Krankenhaus überwacht werden.

Eine Heilung der Erkrankung tritt erst mit dem Ende der Schwangerschaft ein. Daher wird eine möglichst frühe Entbindung angestrebt: Ab der 34. Schwangerschaftswoche kann diese mittels Einleitung oder Kaiserschnitt vorzeitig stattfinden.

Eine Frühgeburt ist immer mit höheren Risiken für das Kind verbunden. Um diese zu mindern, können Ärzte die Lunge des Babys mit der Lungenreifespritze in ihrer Reifung unterstützten.

Prognose

Nach der Geburt dauert es noch einige Tage bis sich die Werte im Blut der Mutter normalisieren. Danach ist die Krankheit jedoch meistens überstanden.

Für Frauen, die schon einmal am HELLP-Syndrom erkrankt sind, ist das Risiko für die Erkrankung bei der nächsten Schwangerschaft erhöht. Dies ist vor allem der Fall, wenn das Syndrom schon früh in der Schwangerschaft auftrat.

Vorbeugung

Falls von einem höheren Grundrisiko für HELLP ausgegangen werden muss, kann es sinnvoll ein, gegen eine erneute Erkrankung präventiv Acetylsalicylsäure (ASS) einzunehmen. Dies solltet ihr jedoch mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen, da auch ASS nicht frei von Nebenwirkungen ist.

Allgemein ist es wichtig, dass ihr während einer Schwangerschaft zu den Vorsorgeuntersuchungen geht, damit etwaige Erkrankungen wie das HELLP-Syndrom früh erkannt werden können.

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