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Rauchen aufhören in der Schwangerschaft

Dauerhaft rauchfrei - so geht's!

Rauchen aufhören in der Schwangerschaft
Auch wenn man sich aller gesundheitlichen Risiken bewusst ist, die Rauchen in der Schwangerschaft bedeutet, fällt es oft sehr schwer, auf das gewohnte Laster zu verzichten. Wir geben daher Tipps, wie man erfolgreich rauchfrei wird und bleibt.

Endlich mit dem Rauchen aufhören – in der Schwangerschaft ist das eine besonders wichtige Entscheidung. Dennoch sollte man sich nicht gleich zu Anfang zu sehr selbst unter Druck setzen, da ein erhöhtes Stresslevel das Verlangen nach einer Zigarette noch vergrößern kann. Es ist deswegen eine bessere Motivation, daran zu denken, wie positiv und erholsam ein Rauchstopp für das eigene Kind wäre, als sich angstvoll mögliche Szenarien infolge des Tabakkonsums auszumalen.

Werdende Mütter sollten sich bewusst machen, dass sie mit dem Verzicht auf Zigaretten, die Startbedingungen für ihr ungeborenes Kind entscheidend verbessern und aktiv dazu beitragen, dass ihr Baby gesund zur Welt kommt. Von vorherigen gescheiterten Versuchen sollte man sich dabei nicht entmutigen lassen. Viele Raucherinnen und Raucher benötigen mehr als einen Versuch, bis sie schließlich erfolgreich sind. Wenn man es nach intensivem Bemühen schafft, den Konsum auf ein Minimum zu reduzieren, ist das daher schon als guter Teilerfolg zu werten. Denn jede eingesparte Zigarette sorgt dafür, dass das ungeborene Kind im Mutterleib besser versorgt wird.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Die Erfolgsaussichten endgültig auf Zigaretten zu verzichten, lassen sich deutlich erhöhen, indem man sich von Vornherein gut auf das Nichtraucherleben vorbereitet:

  • Am einfachsten funktioniert die Entwöhnung mit der radikalen Methode: Man legt im Kalender einen Tag in der nächsten Woche fest, ab dem man schlagartig mit dem Rauchen aufhört. Bei dieser Methode gibt es die wenigsten Rückfälle.
  • Es empfiehlt sich, bereits im Voraus gezielt zu überlegen, wie man ab dem „Stopp-Tag“ die Lust auf Zigaretten in den Griff bekommen kann und welche Alternativen sich in kritischen Situationen bieten. In dieser Vorbereitungsphase ist es hilfreich, immer nur eine Schachtel Zigaretten zu kaufen und das Rauchen möglichst lange aufzuschieben. Man sollte am besten jede Zigarette nur zur Hälfte rauchen und fünf Minuten warten, bevor man sie anzündet.
  • Besonders hilfreich ist es außerdem, herauszufinden, welche drei Zigaretten am Tag die persönlich wichtigsten sind – zum Beispiel die Zigarette morgens beim Kaffee oder die Zigarette nach dem Mittagessen. Wenn man bereits vor dem „Stopp-Tag“ auf diese drei Zigaretten verzichtet, fällt der radikale Verzicht anschließend etwas leichter. Manche Frauen bevorzugen es auch, ihren täglichen Zigarettenkonsum bis zum ausgewählten Tag X stark zu reduzieren, damit die Entzugserscheinungen danach milder ausfallen.
  • Vor dem „Stopp-Tag“ sollte man den Familienangehörigen und Freunden vom eigenen Vorhaben erzählen und selbstverständlich alle Zigaretten vernichten sowie alle Aschenbecher aussortieren.
  • Schwangere, die rauchen, haben meistens einen Partner, der ebenfalls raucht. Am besten ist es in diesem Fall natürlich, wenn auch der Partner mitzieht und man zusammen rauchfrei wird. Zumindest aber sollte er die Schwangere bei ihren Bemühungen unterstützen und nicht in ihrer Nähe rauchen.

Wie schaffe ich es, durchzuhalten?

Um das Verlangen in den ersten Tagen ohne Zigaretten zu überbrücken, bietet es sich an, sich bewusst sinnvoll zu beschäftigen und besondere Aktivitäten wie Ausflüge oder Kursbesuche einzuplanen. Man kann sich selbst motivieren, indem man sich etwas Gutes tut und sich für jede nicht gerauchte Zigarette und für jeden durchgehaltenen Tag belohnt. Zum Beispiel kann man das Geld, das man sonst für Zigaretten ausgegeben hätte, in einer Spardose sammeln und sich davon einen Wellnesstag oder hübsche Umstandsmode gönnen. Dazu gibt es außerdem verschiedene Apps, die Tag für Tag das eingesparte Geld und die positive körperliche Veränderung bei der Rauchentwöhnung anzeigen.

Fühlt man sich vom eigenen Anspruch „nie mehr“ zu rauchen zu sehr unter Druck gesetzt, sollte man sich stattdessen darauf konzentrieren jeden neuen Tag als „Nichtraucher-Tag“ anzugehen. Nach zehn bis zwölf dieser „Nichtraucher-Tage“ sind die heftigsten Entzugserscheinungen überstanden und das Rauchverlangen lässt spürbar nach. Viele ehemalige Raucher neigen jedoch dazu, die Lust auf Zigaretten beherzt mit Süßigkeiten auszugleichen. Gerade Schwangere sollten aber auf eine ausgewogene Ernährung achten – insbesondere bei Übergewicht sollte man in der Schwangerschaft nicht zu viel zunehmen.

Wenn der Verzicht schwer fällt – wo finde ich Unterstützung?

Ein Ausrutscher bedeutet nicht gleich, dass man wieder Raucherin ist. Aber es frustriert natürlich sehr, wenn man sich größte Mühe gibt, die eigenen Routinen zu verändern und zum Beispiel Frühstückskaffee und Morgenzigarette durch Müsli ersetzt hat, nur um sich in einem schwachen Moment doch am Zigarettenautomaten wiederzufinden. Man sollte sich jedoch nicht gleich entmutigen lassen und die eigene Nikotinabhängigkeit resignierend hinnehmen, sondern gezielt den nächsten Ausstieg angehen. Es gibt viele Schwangere, die mehrere Anläufe brauchen, bevor sie es schaffen, nicht mehr rückfällig zu werden. Den Ausrutscher sollte man daher als Gelegenheit sehen, ein Resümee zu ziehen, was beim bisherigen Rauchverzicht gut funktioniert hat und was man beim nächsten Versuch ändern könnte, um noch erfolgreicher durchzuhalten.

Wenn man sich fest vorgenommen hat, mit dem Rauchen aufzuhören und das Gefühl hat, es nicht aus eigener Willenskraft zu schaffen, gibt es aber keinen Grund dazu, nicht auch auf die Unterstützung des eigenen Frauenarztes oder der eigenen Hebamme zu setzen. Durch intensive Beratung und Begleitung, praktische Tipps und alternative Behandlungsvorschläge wie Akupunktur können sie werdenden Müttern den Rauchverzicht deutlich erleichtern.

Oft hilft es schon, einen verständnisvollen Gesprächspartner zu haben, an den man sich vor oder während der schwierigen Phase der Rauchentwöhnung wenden kann. Die Telefonberatung der Bundesgesundheitszentrale (BZgA) hat für alle Anrufer ein offenes Ohr, geht auf individuelle Fragen ein und gibt Hilfestellung für einen gelungenen Rauchausstieg oder Neuversuch (www.rauchfrei-info.de). Über die Online-Plattform „IRIS“ können Schwangere außerdem kostenlos und anonym an einem 12-wöchigen Ausstiegsprogramm teilnehmen.

Bei der BZgA, aber auch beim eigenen Frauenarzt, der Hebamme oder nahegelegenen Familienberatungsstellen erhält man darüber hinaus Adressen und Infobroschüren zu örtlichen Rauchentwöhnungskursen.

Aus der Hebammensprechtstunde:

Hallo, schön, dass Sie sich überlegen mit dem Rauchen aufzuhören. Am gesündesten ist es, wenn Sie ohne Kaugummis mit dem Rauchen aufhören können. Ob Nik... Weiterlesen ...

Hallo, es gibt die Möglichkeit der Akupunktur, die das Nichtrauchen unterstützt, was die Beste Methode ohne Nebenwirkungen ist. Die Entzugserscheinungen beein... Weiterlesen ...

Hallo, dass die Entzugserscheinungen beim Rauchstopp in der Schwangerschaft schlecht fürs Kind sein könnten, gehört zu den modernen Mythen, die so rumgeister... Weiterlesen ...

Aus der Community:
Anonym
Kommentar vom 08.03.2018 10:29
Danke für den tollen Artikel
Vielen Dank für diesen tollen Artikel.

Ich interessiere mich momentan sehr für dieses Thema und bin deshalb auf diesen Artikel gestoßen. Er ist super geschrieben und vor allem sehr informativ. Ich werde diesen Artikel auf jeden Fall jedem weiterempfehlen, dem das Thema interessieren könnte. Aber auch diese Seite https://www.der-nichtraucher.info/hilfe hat mir persönlich weitere Informationen liefern können. Nochmals vielen Dank für den diesen Beitrag. Macht weiter so!

Viele Grüße
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