Geburt

Geburt - wo soll sie stattfinden?

Die Geburt in einer Klinik. Neun von zehn Frauen entscheiden sich für die Entbindung in einer Klinik. Den werdenden Müttern gibt dies ein Gefühl der Sicherheit, wenn bei eventuellen Komplikationen während der Geburt sämtliche technische Hilfsmittel sofort zur Verfügung stehen und neben der Hebamme auch Ärzte vor Ort sind. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten als nur die Klinik:

In einer Klinik sollte unbedingt entbunden werden, wenn folgende Risiken bestehen:

  • Wenn die Mutter Diabetes, Herz- oder Nierenkrankheiten, sowie Bluthochdruck hat
  • Wenn das Baby falsch herum liegt
  • Wenn vorzeitige Wehen während der Schwangerschaft aufgetreten sind
  • Wenn eine Zwillings- oder Mehrlingsgeburt erwartet wird
  • Wenn ein Kaiserschnitt oder eine Frühgeburt bevorsteht

Geburt in der Klinik

Zwischen den einzelnen Kliniken kann es oft gravierende Unterschiede geben. Mittlerweile distanzieren sich die meisten von der sterilen Kreißsaalatmosphäre, dennoch sollten im Vorfeld ein paar Punkte abgecheckt werden, an denen eine gute Klinik erkannt werden kann.

In modernen Kliniken werden auch alternative Entbindungsmethoden wie die Wassergeburt oder der Gebärstuhl angeboten. Neben klassischen Medikamenten stehen Schmerzbehandlungen mit Akupunktur zur Auswahl. Statt einem großen Kreißsaal gibt es kleine, familiäre Entbindungszimmer.

Zudem sollte nach der Geburt die Möglichkeit eines Rooming-In bestehen, bei dem Mutter und Kind in einem Zimmer untergebracht werden. Väter werden ebenso mit einbezogen. Sie dürfen nicht nur bei der Geburt anwesend sein (auch die beste Freundin oder andere Familienmitglieder), sondern es gibt auch großzügige Besuchszeiten.

Eine rechtzeitige Anmeldung ist wichtig, da beliebte Geburtskliniken oft Monate im Voraus ausgebucht sind.

Geburt im Geburtshaus

Alle, die möglichst selbstbestimmt und in einer familiären Atmosphäre entbinden wollen, sind in einem Geburtshaus gut aufgehoben. Die wohnliche Atmosphäre und persönliche Betreuung lassen die Geburt in einem entspannten Rahmen stattfinden. Kerzen, Musik und Aromaöle gehören zur Ausstattung eines Geburtshauses oder können nach eigenen Vorlieben von zuhause mitgebracht werden.

Ob aufrechte Position, Vierfüßler, Gebärstuhl oder, wenn vorhanden, das Wasserbecken – hier steht man alternativen Entbindungsmethoden aufgeschlossen gegenüber.

Was viele Frauen als besonders angenehm begrüßen, ist die Tatsache, dass sie hier von Anfang bis Schluss von einer Hebamme betreut werden, da es hier keinen Schichtwechsel während der Geburt gibt.

Als technische Hilfsmittel stehen CTG-Überwachungsgeräte und Notfallsets für Sauerstoff zur Verfügung. Wenn Mutter und Kind wohlauf sind, können sie bereits 3 Stunden nach der Entbindung das Geburtshaus verlassen. Die Hebammen des Geburtshauses sind auch für die Wochenbett-Betreuung da.

(Adressen und Informationen von Geburtshäusern gibt's hier: www.geburtshaus.de.)

Geburt Zuhause

Noch persönlicher – in den eigenen vier Wänden – ist die Hausgeburt. Voraussetzung für diese Art der Entbindung sind jedoch keine Komplikationen während der Schwangerschaft und gute Gesundheit von Mutter und Ungeborenem. Hausgeburtshebammen verfügen über entsprechende Ausrüstungen, um das Neugeborene zu überwachen und Erste Hilfe zu leisten. Sollten dennoch Probleme auftreten, wird die Frau in die Klinik geschickt. Deshalb ist es auch bei einer Hausgeburt erforderlich, sich für Notfälle eine Klinik zu suchen.

Ambulante Geburt

Der süße Spross ist endlich da! Natürlich können sich frisch gebackene Eltern jetzt nicht mehr von ihrem Nachwuchs trennen. Wer auf den sicheren Service eines Krankenhauses nicht verzichten will und sich nach der Geburt aber in gewohnter Umgebung um das Kleine kümmern will, für den stellt die ambulante Geburt eine Alternative dar. Wenn alles gut verlaufen ist, kann man schon drei Stunden nach der Geburt nach Hause gehen.

Früh schon Konktakt zu einer erfahrenen Hebamme aufnehmen, die Wochenbett-Betreuung übernimmt und mit der die Geburt geplant werden kann. In der babyclub.de Hebammen-Suche kann man Hebammen in der eigenen Region finden.

Wo immer die Geburt stattfinden soll: Nach der Geburt sollten junge Mütter möglichst viel Zeit mit dem Neugeborenen verbringen. Säuglingszimmer sind passé. Frauen, die nach der Geburt nach Hause gehen, leiden seltener an Wochenbettdepressionen. Zudem ist ihr Milcheinschuss sanfter, das Baby ist gesünder und gefeit gegen Neugeborenen-Gelbsucht, weil es öfter gestillt wird. Körperkontakt wirkt bei Babys wahre Wunder.

Die neuesten Kommentare zu diesem Thema:

Am 22.08.2008 um 11:26 schrieb DARIA:
Ich habe in einem Geburtshaus entbunden und hoffe,dass bei meinem geplanten 2. Kind dies auch wieder möglich ist, denn es war rundum eine wunderschöne,harmonische Erfahrung!
Natürlich sin...
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Am 08.08.2008 um 21:29 schrieb Mama2008:
wir sind die Klinik gefahrn
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Am 26.07.2008 um 12:30 schrieb nicri:
Ich denke eine Hausgeburt, hat auch seine schöne Seiten, im Gebärhaus steht auch kein Arzt zur Verfügung und im Notfall wäre man auch nicht schneller in der Klinik wie von zu Hause aus...
...
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Am 11.07.2008 um 22:47 schrieb Labakoky:
Hallo,
ich vertrete nach meiner Geburt den Standpunkt auf jeden Fall in die Klinik zu fahren. Ich habe breite Hüften und es gab im Vorfeld auch keine Probleme. Aber mein kleiner Sohn hat e...
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Am 05.06.2008 um 22:25 schrieb marinabina:
HALLO
War die Frage mit der Hausgeburt nun ernst gemeint?
Ich hatte zwei Hausgeburten und die waren beide so schöne wie eine Geburt eben schön sein kann. Lest einfach das Buch Selb...
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