Siegel im Überblick

Das Demeter-Siegel

Demeter Richtlinien
Das Demeter-Siegel, vom Demeter e.V., kennzeichnet landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Biologisch-Dynamischer Wirtschaftsweise. Sie gilt als nachhaltigste Form der Agrarkultur. Der Grundgedanke dieser ökologischen Landwirtschaft, der schon 1924 durch erste Demeter-Qualitäten formuliert wurde, geht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurück.

Wer darf das Demeter-Siegel tragen?

Das Demeter-Siegel ist das Markenzeichen für Lebensmittel aus Biologisch-Dynamischer Landwirtschaft, sowie für landwirtschaftliche Betriebe, Verarbeiter und Vertragspartner in Natur- und Reformhäusern. Zu den Lebensmitteln zählen Milch, Milchprodukte, Getreide, Getreideprodukte, Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Wein und Naturkosmetik. Zu den Verarbeitern zählen Molkereien, Mühlen, Bäckereien, Imker, Metzger und Winzer.

Um das Demeter-Siegel zu erhalten, müssen strenge Kontrollen zur Überprüfung der Demeter-Richtlinien sowie die der EU-Öko-Verordnung bestanden werden. Hierbei gehen die Richtlinien von Demeter weit über die der EU verordneten Standards hinaus.

Vergabekriterien des Demeter-Siegels

  • Bei der Umstellung auf Biodynamische Wirtschaftsweise muss der gesamte Betrieb umgestellt werden. Nach mindestens dreijährig erfolgter Biologisch-Dynamischer Bewirtschaftung, kann im vierten Jahr die Demeter-Anerkennung erteilt werden
  • Als einziger Verband schreibt Demeter die Tierhaltung auf den Höfen vor. Die wesensgemäße Tierhaltung steht im Mittelpunkt. Nicht nur Schnäbel- oder Schwänzekürzen bei Geflügel oder Schweinen ist untersagt, sondern auch das schmerzhafte Enthornen der Kühe ist bei Demeter untersagt
  • Die Tiere müssen mit 100% Biofutter gefüttert werden: Im Winter mit einem hohen Anteil Heu – im Sommer mit mindestens 50% Grünfutter
  • Die Böden müssen regelmäßig mit biologisch-dynamischen Präparaten behandelt werden. Sie bestehen aus Heilpflanzen und Kuhmist und dienen der Bodenverbesserung und Pflanzenstärkung
  • Zur Düngung darf Kupfer in niedrigen Mengen pro Hektar verwendet werden
  • Bei einer Erkrankung der Tiere werden diese mittels der Naturheilkunde kuriert
  • In der Verarbeitung erlaubt Demeter nur 13 unbedingt notwendige Zusatzstoffe. Nitritpökelsalz und natürliche Aromen sind ausgeschlossen
  • Biodiversitätsflächen müssen zehn Prozent der gesamten Betriebsfläche ausmachen — diese Flächen werden nicht bewirtschaftet und bilden einen natürlichen Raum für Wälder, Wiesen, Streuobst, Hecken, Wasserflächen und seltene Tierarten
  • Für Verarbeiter und Händler der Produkte gelten strenge Demeter-Richtlinien bei der Lagerung, Schädlingsbekämpfung, Verpackung und Erzeugung

Wie wird die Einhaltung kontrolliert?

Für das Demeter-Siegel werden eine der umfangreichsten Kontrollen durchgeführt. Jährlich finden Kontrollen zur Einhaltung der EU-Öko-Verordnung, sowie verbandseigene Kontrollen statt. Des Weiteren sind jährliche Beratungs- und Betriebsentwicklungsgespräche durchzuführen, in denen die weiteren Schritte auf dem Weg zum Ideal festgelegt werden.

Alles auf einen Blick

Ökologischer Wert
Vergabekrieterien
Kontrollen

 

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