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Zucker in der Schwangerschaft

Wie viel Zucker darf es sein?

Zucker in der Schwangerschaft
Zu viel Zucker ist ungesund. Dennoch lieben viele Menschen – schwanger oder nicht – die süßen Verführungen. Ist die Lust jedoch zu groß, schadet das der Gesundheit – bei Schwangeren auch der des Kindes. Was das bedeutet und wie ihr gesünder Naschen könnt, erfahrt ihr hier. 

Das Essen oder Trinken von (zu) viel Zucker kann u.a. Zahnprobleme hervorrufen, Diabetes begünstigen, Übergewicht fördern und dem Herz schaden. Zucker gelangt ungehindert über die Plazenta in das Blut des Babys und belastet die Bauchspeicheldrüse, sodass nicht nur die Mutter an Schwangerschaftsdiabetes erkranken, sondern auch das Kind Diabetes bekommen kann. Forscher vermuten zudem, dass ein hoher Zuckerkonsum der Schwangeren beim Baby Allergien und Asthma fördert. Zu viel Zucker ist also tabu in der Schwangerschaft.

Auch weisen die meisten Produkte, in denen (viel) Zucker enthalten ist, eine geringe Nährstoffdichte auf, d.h. Zucker hat wenig Vitamine und Mineralien, aber viele Kalorien. Bei Gemüse ist es genau andersherum. Und gerade Schwangere brauchen viel mehr Nährstoffe als sonst, aber nur wenig mehr Kalorien. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe haben ebenfalls keinen nennenswerten Nährwert und sind i.d.R. aus gesundheitlicher Sicht nicht empfehlenswert. Am besten ihr reduziert euren Zuckerkonsum in der Schwangerschaft generell und süßt mit gesünderen Lebensmitteln.

Der Glykämische Index

Um einen gesunden Umgang mit Zucker zu praktizieren, können Schwangere sich am Glykämischen Index orientieren. Der Glykämische Index, auch Glyx oder GI genannt, ist ein Maß, welches die Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel benennt. Ist der GI zu hoch, steigt der Blutzuckerspiegel stark an.
Kohlenhydrate mit niedrigem GI hingegen lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Das ist deutlich gesünder und schonender für den gesamten Organismus, hilft gegen zu viele Kilos auf der Waage und sorgt auch dafür, dass wir weniger Heißhungerattacken bekommen.

Davon lieber nicht zu viel essen

  • Weißmehlprodukte wie zum Beispiel
weiße Nudeln, weißes Brot, Brötchen, Pizza
  • Süßigkeiten

  • Eis
  • Backwaren wie Kuchen und Kekse
  • Zucker, Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe

  • Desserts wie zum Beispiel Pudding, gekaufter Fruchtjoghurt und vieles mehr
  • Fertiggerichte, Fertigsaucen usw.
  • Marmeladen, Schokobrotaufstrich
  • Limonaden und Softdrinks, Fruchtsaftgetränke und Nektar, sowie Säfte

Diese Lebensmittel sind gut für den Blutzucker

  • Vollkornnudeln
  • Vollkornbrot
  • Vollkorn Basmatireis

  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen
  • Gemüse

  • Milchprodukte

  • gesunde Fette

  • Fleisch und Fisch
  • Dunkle Schokolade mit mindestens 70 % Kakaoanteil
  • Honig (wenig)
  • Obst (frisch und getrocknet)

Alternative Süßungsmittel

Eine gute Alternative zu Zucker ist Obst, man kann z. B. mit Bananen oder getrockneten Früchten süßen wie beispielsweise mit Aprikosen oder Datteln. Sie enthalten zwar ebenfalls viel Zucker, aber auch gesunde Nährstoffe. Das gilt auch für Honig oder Ahornsirup, Xylit, Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Apfeldicksaft oder Birnendicksaft (z.B. von Beutelsbacher). Wie so oft gilt hier: die Dosis macht das Gift, also besser ihr gewöhnt euch daran, die Speisen generell weniger zu süßen. 

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