Vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft

Vegetarisch schwanger?

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Vegetarische Ernährung - ist das auch in der Schwangerschaft erlaubt? Fakt ist: Wer sich schon vorher vegetarisch ernährt hat, muss jetzt nicht damit aufhören. Es gilt das Motto: Ausgewogen und abwechslungsreich sollte der Speisezettel sein, um einem Mangel vorzubeugen. Denn viele Nährstoffe stecken in Fleisch oder Fisch. Der Mehrbedarf lässt sich jedoch auch über pflanzliche Kost decken. 

Ovo-lacto-vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft

Wer sich schon vor der Schwangerschaft ovo-lacto-vegetabil ernährt hat - das heißt, wer neben Obst, Gemüse und Getreide auch Milch und Eier isst - muss jetzt nicht anfangen, Fleisch zu essen. Denn mit einer gesunden, ausgewogenen Mischkost ist es möglich, eine optimale Nährstoffzufuhr zu erreichen. Doch vegetarische Ernährung ist nicht automatisch "gesund". Wer auf Fleisch verzichtet, aber stattdessen häufiger zu Süßigkeiten, Weißmehl- oder Fertigprodukten greift, tut weder sich noch dem Baby etwas Gutes: Viel Obst & Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte:  Das macht Mama & Baby froh!

Kritische Nährstoffe: Eisen & Jod

Bei fast allen Vitamine und Nährstoffen ist der Bedarf in der Schwangerschaft erhöht. Dieser Mehrbedarf lässt sich normalerweise durch eine ausgewogene Mischkost decken. Doch bei Vegetarierinnen kommt es durch den Verzicht auf Fleisch oder Fisch manchmal zu Engpässen. Besonders kritische Nährstoffe sind hierbei Eisen und Jod. Denn Eisen steckt nunmal hauptsächlich in Fleisch und Jod in Fisch.
Im Falle von Eisen ist es relativ einfach, einen Mangel frühzeitig zu erkennen, denn bei den Vorsorgeterminen bei Frauenärztin oder Hebamme wird der Eisenwert im Blut regelmäßig kontrolliert. Bei einem Mangel gibt es dann entsprechende Präparate aus der Apotheke.

Besser ist es natürlich, einem Eisenmangel vorzubeugen - das geht auch ohne Fleisch! Eisenreiche Lebensmittel sind z.B. grünes Gemüse (Brokkoli, grüne Bohnen), Linsen, Hirse, Weizen- und Haferkkleie sowie Vollkornprodukte.

Anders sieht es bei Jod aus. Hier ist und bleibt Seefisch die beste Quelle. Doch wer konsequent Jodsalz verwendet, ist vor einem Mangel in der Regel geschützt.

Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

Wer sich vegan ernährt und neben Fleisch auch auf Milchprodukte und Eier verzichtet, riskiert in der Schwangerschaft eine Mangelversorgung. Deshalb raten Experten von einer komplett veganen Ernährung für Schwangere ab bzw. empfehlen, den Mehrbedarf durch Nährstoffpräparate zu decken.
Die große Herausforderung für Frauen, die sich in der Schwangerschaft vegan ernähren, ist die Deckung des Bedarfs an Vitamin B12. Dieses wird zum Aufbau des kindlichen Nervensystems und zur Bildung roter Blutkörperchen benötigt. Es ist kaum möglich, den Mehrbedarf über den täglichen Speiseplan zu decken, daher empfehlen Experten unbedingt, mit dem Arzt über die Einnahme von entsprechenden Vitamin B12-Präparaten zu sprechen - und zwar bevor Mangelerscheinungen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Muskelschmerzen auftreten. Auch wer sonst nicht auf Vitaminpräparate zurückgreift: Jetzt ist die Zeit reif - dem Baby zuliebe!

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