Rauchen in der Schwangerschaft

Schwanger? Rauchen ist gefährlich!

Rauchen in der Schwangerschaft
Die gesundheitsschädigende Wirkung von Tabakkonsum ist weithin bekannt. Trotzdem raucht ein Drittel der werdenden Mütter über die gesamte Schwangerschaft hinweg genauso viel wie davor. Oft werden die Folgeschäden unterschätzt, die sich daraus für das eigene Kind ergeben können. babyclub.de klärt auf:

Der Rauch einer einzigen Zigarette enthält über 4000, teils giftige und krebserregende Chemikalien, wie zum Beispiel Arsen, Ammoniak, Blausäure, Blei und Teer. Über die Lunge der Mutter gelangen sie ins Blut und somit über die Plazenta auch in den Kreislauf ihres Kindes. Laut Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.rauchfrei-info.de) greifen schwangere Raucherinnen im Schnitt 13 Mal am Tag zur Zigarette. Damit wird das Ungeborene im Verlauf der neun Monate mit den Schadstoffen aus über 3500 Zigaretten belastet. Die Auswirkungen dieser Belastung sind vielfältig.

Akute Gefahren von Rauchen in der Schwangerschaft:

  • Nikotin verengt die Gefäße und verringert den Blutfluss in der Plazenta - Kohlenmonoxid reduziert die Sauerstoffzufuhr. Durch den chronischen Sauerstoffmangel wird die Lungenentwicklung des Ungeborenen beeinträchtigt. Häufig bleibt die verminderte Lungenfunktion auch nach der Geburt bestehen.
  • 28 Prozent der betroffenen Kinder bekommen im ersten Lebensjahr eine asthmatische Atemwegserkrankung, die mitunter chronisch verläuft.
  • Aufgrund der schlecht durchbluteten Plazenta erhalten die Ungeborenen rauchender Mütter weniger Nährstoffe. Deswegen wachsen sie langsamer und haben ein geringeres Geburtsgewicht.
  • Trotz des geringeren Geburtsgewichts des Kindes kommt es bei Raucherinnen häufiger zu Geburtskomplikationen wie z. B. Nachgeburtsblutungen als bei Nichtraucherinnen.
  • Eine besonders große Gefahr besteht für rauchende Schwangere in der mehrfach erhöhten Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Kindstods.
  • Neben dem Risiko einer Fehlgeburt kann Tabakkonsum in der Schwangerschaft auch zu vorzeitigen Blutungen, einem vorzeitigen Blasensprung und zur Frühgeburt führen.
  • Die giftigen Chemikalien im Zigarettenrauch können darüber hinaus Fehlbildungen an Händen, Füßen, dem Gaumen und sogar am Herzen des Ungeborenen verursachen.

Unterschätzte Spätfolgen für das Kind:

Besonders oft wird das Gesundheitsrisiko unterschätzt, das aus dem niedrigeren Geburtsgewichts hervorgeht. Denn Babys, die in den ersten Lebenswochen viel zunehmen müssen, um auf ein normales Gewicht zu kommen, haben nicht nur ein anfälligeres Immunsystem, sondern neigen später auch eher zu krankhaftem Übergewicht und Diabetes.

Auch viele weitere Belastungen, die auf Rauchen in der Schwangerschaft zurückgehen, treten erst später zutage:

  •  Schon bei 10 Zigaretten pro Tag steigt das Risiko für ein ungeborenes Kind deutlich, im Verlauf des Lebens an Leukämie oder anderen Krebsarten zu erkranken.
  • „Raucherbabys“ tragen außerdem häufig neurologische Schäden davon. Daher neigen sie öfter zu Verhaltensauffälligkeiten, Lernstörungen und ADHS.
  • Die Kinder rauchender Schwangerer haben häufig schlechtere Blutfettwerte und weisen schon im Jugendalter einen höheren Körperfettanteil auf.
  • Eine lebenslang anhaltende Stoffwechselstörung und damit verbundene Herz-Kreislauferkrankungen können die Folge sein.
Rauchen in der Schwangerschaft führt außerdem zu einer erhöhten Anfälligkeit für Ekzeme und Allergien, die sich sogar über Generationen hinweg auswirken kann. So haben einer britischen Studie zufolge Enkel rauchender Großmütter ein höheres Allergierisiko als Kinder ohne diese Rauchbelastung im Stammbaum. Daher geht man davon aus, dass Tabakkonsum eine erbgutverändernde Wirkung auf die Eizellen weiblicher Föten hat.

Plötzlicher Rauchstopp - Stress für mein Baby?

Trotz aller gesundheitlichen Gefahren rauchen manche werdenden Mütter weiter, weil sie befürchten, dass ein plötzlicher Rauchstopp dem Ungeborenen schaden könnte. Dieser Mythos konnte sich bisher jedoch in keiner wissenschaftlichen Studie bestätigen. Hört die Mutter nicht auf zu rauchen, summiert sich lediglich die Schadstoffbelastung. Der Nikotinentzug wird dann auf die Tage nach der Geburt hinausgezögert. Babys rauchender Mütter zeigen in dieser Zeit sogar ähnliche Entzugssymptome wie Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Kokain oder Heroin eingenommen haben: Sie sind nervös, leicht erregbar, zittern und leiden häufig unter Magen-Darm-Beschwerden oder zu hohem Blutdruck.

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Aus der Community:

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  • ... Eine ganz schlechte konstelation. Dennoch könnte es mich gut beschreiben und das tut es leider auch. Wir wünschen uns schon lange ein Baby es wollte noch ...
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