Fachautoren

Bauchschmerzen

"Kinder natürlich heilen" von Birgit Laue

Weil Babys Darm bei der Geburt noch nicht vollständig „ausgereift“ ist, sind Blähungen, Bauchkrämpfe und die so genannten Dreimonatskoliken sehr häufig. Dreimonatskoliken heißen übrigens so, weil sie gehäuft in den ersten Lebensmonaten auftreten und dann meist von selbst verschwinden. Auch eine Überforderung durch einen aufregenden, unrhythmischen Tag kann beim Baby quälendes Bauchweh hervorrufen. Das Bäuchlein ist dann gebläht und oft gespannt, Ihr Baby weint oder schreit und zieht vielleicht seine Beinchen an.
Bewährt hat sich in diesem Fall der Fliegergriff, bei dem Sie Ihr Kind bäuchlings auf Ihren Unterarm legen, sein Köpfchen gut abstützen und es leicht wippend umhertragen.
Wechseln Sie sich mit Ihrem Partner beim Tragen ab und ruhen Sie sich zwischendurch immer wieder etwas aus.

„Schreibabys“ können auch andere Probleme haben; beraten Sie sich mit Ihrer Hebamme oder Ärztin.

Sorgen Sie für einen Rhythmus in der Nahrungsaufnahme und ausreichend warme Kleidung, das unterstützt die Verdauungstätigkeit. Ein kleines angewärmtes Dinkelspelzkissen, zwischen Hemd und Unterhemdchen gesteckt, ist ebenfalls sehr hilfreich.
2 – 3 TL ungesüßter Anis-Fenchel-Kümmel-Tee vor den Mahlzeiten schaffen ebenso wie eine sanfte Baucheinreibung mit einigen Tropfen Öl, z.B. Weleda Baby-Bäuchleinöl, Linderung. Wenn Sie stillen, kauen Sie selbst mehrfach täglich einige Kümmelsamen, weil Sie die Wirkstoffe über die Muttermilch an Ihr Kind weitergeben. Trinkt Ihr Kind zu hastig und verschluckt sich öfter, wechseln Sie Ihre Stillposition.
Bei anhaltender Neigung zu Blähungen helfen leichte Bauchmassagen mit Cuprum metallicum 0,1 % Salbe, Weleda, um den Nabel.

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